die Natur ist uns wichtig! Uns lag die Natur & die Umwelt rund um unsere Produktionsstätten schon immer sehr am Herzne. Deshalb freut es uns ganz besonders dass der Alpensegler bei uns im Zirler Steinbruch ein neues Zuhause gefunden hat - übrigens der einzige bekannte Brutplatz in Nordtirol. Auch im restlichen Österreich ist dieser elegante Vogel eine ausgesprochene Rarität.
der Alpensegler - ein ganz besonderer Vogel - zu Gast im Steinbruch Zirl!
Warum lebt er gerade bei uns im Steinbruch, einem Lebensraum, der uns Menschen kahl, staubig und mitunter auch laut erscheinen mag? Und vor allem, was können wir tun, um diese gefährdete Vogelart zu schützen?
Unser Alpensegler ist der seltenere Vetter des allseits bekannten Mauerseglers, der ab Anfang Mai durch seine gewagten Formationsflüge, oft mitten über Innsbruck, und seine durchdringenden Rufe auffällt. Der Alpensegler ist zwar wesentlich größer - er erinnert oft mehr an einen kleinen Falken - und durch seinen glänzend weißen Bauch und seine weiße Kehle hüscher gezeichnet als der Mauersegler, führt bei uns aber eine unauffällige Lebensweise, die eine Beobachtung erschwert und von uns oft viel Geduld erfordert. Jedes Jahr Anfang April kehren die Männchen einige Tage vor den Weibchen aus den Tropen zurück. Da Alpensegler ausgesprochen nistplatztreu sind - das heißt sie kehren jedes Jahr zu den selben Brutplätzen des Vorjahres zurück - treffen sich Männchen und Weibchen jährlich am selben Neststandort und führen so oft über viele Jahre eine "monogame Ehe".
Wichtig für die Segler sind dabei steile Felswände mit Spalten und Nischen, die einen freien Anflug ermöglichen und möglichst nach Süden ausgerichtet sind, denn Wärme ist dem Alpensegler wichtig. Bei uns im Steinbruch findet er alle diese erforderlichen Voraussetzungen. Der Lärm der Baumaschinen oder gar jener der gelegentlichen Sprengungen stört ihn dabei offensichtlich seit Jahren nicht; das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn in einigen Regionen der Welt brüten Alpensegler sogar an Häusern und Kirchen, und lassen sich auch hier nicht vom Treiben des Menschen beunruhigen.
Im rasanten Flug, der für gewöhnlich 100 km/h, manchmal aber auch bis zu 250 km/h schnell sein kann, erhaschen die Segler Gräser, Blätter und Federn und verkleben alles zu einem kleinen Nest, das sie in einer engen Felsspalte anlegen. Bei uns im Steinbruch haben zwei Paare ihre Nester in einem Bereich gebaut, wo schon seit mehreren Jahrzehnten kein Abbau mehr erfolgt und den Vögeln daher ungestörte Nistbedingungen bietet.
Ausreichend Nahrung finden sie im weiten Luftraum über dem Inntal. Hier fangen sie, hoch über dem Talboden und daher kaum zu beobachten, mit ihren großen Schnäbeln Spinnen und Insekten, die der Wind in die Höhe getragen hat. Sowohl beim Bebrüten der Eier als auch beim Wärmen und Füttern der Jungen teilen sich Männchen und Weibchen die Arbeit solidarisch; insgesamt müssen sich die Altvögel fast drei Monate lang plagen, bis sie zumeist zwei Junge erfolgreich aufgezogen haben.
Im September verlassen uns unsere Gäste dann wieder, um ihre Reise nach Afrika anzutreten und wir freuen uns bereits auf ihren Besuch im nächsten Jahr. Eine regelmäßige Überwachung der Brutplätze sowie die Rücksichtnahme auf unsere Alpensegler bei den Arbeiten im Steinbruch sind unser Beitrag zum Schutz dieses für Tirol einzigartigen Vogels.
Interessierte Vogelfreunde sind natürlich jederzeit eingeladen, sich ”unsere” Alpensegler auch gerne aus der Nähe anzusehen. Bitte melden Sie sich bei unserem Betriebsleiter Herrn Kirchmair oder bei Herrn Baumschlager, die Sie mit einem Sicherheitshelm ausrüsten und Ihnen dann zeigen, von welchem Standort aus Sie die Alpensegler sicher und ungestört beobachten können.